Samstag, 11. Dezember 2010

Bringen wir euch doch mal auf den neusten Stand!

Hallo ihr! Da ja schon einige sehnsuechtig drauf warten, hier mal wieder was zu lesen und sogar schon Beschwerden eingegangen sind, kommt hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiier ein neuer Bericht mit den nennenswertesten Erlebnissen!
Da wir ja Ecuador in seiner ganzen landschaftlichen Vielfalt kennen lernen wollen, und bisher nur die Sierra (Hochland, Berge, eher kahl) kannten, weil wir hier wohnen, haben wir vor kurzem mal dem Oriente, Tor zum Regenwald einen Besuch abgestattet. Mit dem Bus drei Stunden Fahrt nach Puyo, dabei Ronald und Erick, die wir aus Cuenca kennen und die fuer unseren Schutz zustaendig waren (da maennlich). Als wir uns Puyo naeherten, war der landschaftliche Unterschied schon gewaltig, ueberall gruente es, man sah Dampf ueber dem Regenwald aufsteigen, ueber dem ein gigantischer Regenbogen trohnte. In Puyo angekommen, gings gleich weiter mit der Exotik. Unser Hotel “Las Palmas” war wirklich huebsch, mit Bambus, Haengematten… Als wir dann mal am Auspacken waren (irgendwann nachmittags) kam passenderweise auch noch ein imenser Regenschauer, im Nu waren die Strassen und unsere schoene Holzveranda ueberflutet, echt Wahnsinn.
Am Tag darauf hatten wire ein echt cooles Erlebnis: Wir sind zu einer Affenstation gefahren (von einem Schweizer, der dort misshandelte Affen wieder aufpaeppelt), die im Regenwald liegt und wo's von anhaenglichen Affen nur so wimmelte. Da haben wir uns dann ewig verweilt und die Aeffchen waren dermassen sues! Von Haendchenhalten, Schaukeln, auf den Kopf springen und dort sitzen bleiben, wie ein Baby im Arm schlafen, unters Tshirt kriechen war alles geboten und Maddy kriegte sich bald nicht mehr vor Entzuecken.

Vor kurzem sind wir auch mal so richtig maedelsmaessig nach Ambato (etwa eine Stunde von Rio entfernt) um die dortige "Mall" zu besichtigen. War voll krass, Ambato sieht eigentlich genauso gammlig und etwas verwahlost aus wie Riobamba, mit dem WINZIGEN Unterschied, dass sich dort ein Einkaufszentrum befindet, das genausogut eine Minaturausgabe vom Stuecki in Basel sein koennte. Wir konntens kaum glauben. Kleidergeschaefte, ein riesen Laden, in dem es alles gab-italienlike, und vor allem: im zweiten Stock reihten sich kleine Imbiss-Restaurants aneinander, und seit ewig langer Zeit kam uns mal wieder chinesisches Essen hinter die Kiemen. Wir fuehlten uns wie in einer anderen Welt.
Letztes Wochenende wagten wir uns dann noch weiter weg: die Costa. Da in Huaquillas (wer auf die Landkarte geschaut hat, weiss dass das direkt an der Grenze zu Peru liegt)  Erick und Ronald leben, nutzten wir die Chance einheimische Fuehrer zu haben und fuhren letzten Donnerstag hin. Wir kamen nach acht Stunden total fertig wieder mal in einer anderen Welt an: Um sechs Uhr morgens bauten bei schwueler Hitze ueberall Leute Staende mit illegal importierten Waren  auf und wir fuehlten uns wahrhaftig wie in einem Schmugglerstaedtchen. Nach einem feinen Fruehstueck mit Batido (Milchshake) mit den frischesten Fruechten -lecker!- fuhren wir nach Machala und von dort aus mit einem Boetchen auf die Insel Jambelí. Dort entzueckte uns karibisches Flair: kleine Haeuschen aus "Caña" (sieht aus wie Bambus), ueberall Musik und gut gelaunte Leute und nicht zu vergessen der Sandstrand... Herrlich! Die zwei folgenden Tage verbrachten wir also (im Dezember nicht zu vergessen :-D ) am Strand und vor allem Sarah bekam einen ordentlichen Sonnenbrand. Anbei ist noch zu erwaehnen dass wir frittierten Fisch assen, der noch alle Graeten an sich hatte und eine ziemlich komplizierte Angelegenheit darstellte:-P
Dann waren wir noch in einem fuer Ecuador unerwartet schoenen Schwimmbad mit einem Flair wie auf der Insel. Wieder Strohdaecher, Liegestuehle, Musik,...
Am Dienstag war der Urlaub vorbei und es ging wieder in die Schule. Janeth flog am 30.11. nach Deutschland weil Pfarrer Schaft, der Gruender der Schule an Krebs litt. Er starb zwei Stunden vor ihrer Ankunft :'( Hier ist jetzt alles ziemlich ungewiss was die Zukunft der Schule betrifft und chaotisch. ich (Maddy) muss teilweise die Stunden alleine machen und teils mit zwei Lehrerinnen aus der Grundschule begleiten. Das bedeutet viel Arbeit (Unterricht vorbereiten, korrigieren) und manchmal bin ich echt ueberfordert (so gut kann ich auch wieder kein Spanisch, vor allem wenn's um die "Abiturklasse" hier geht!!!). Die Klassen sehen mich auch nicht wirklich als Lehrerin und die "schlimme" achte Klasse "Noveno" hat Sarah (die mich netterweise begleitete) und mich letzten Mittwoch GESCHAFFT! Andererseits ist es ein perfektes Praktikum und es sind ja nur noch zwei Wochen. 
Ja, ihr seid ja grad in der Adventszeit. Wir auch, aber es fuehlt sich nicht so an!! Es fehlt Schnee, Kaelte, frueh dunkel werden, Adventskalender, Plaetzchen...Hier gibts seit dieser Woche jeden Morgen in der Schule eine kurze weihnachtliche Ansprache und alle muessen singen und klatschen. Ausserdem gibts ne grosse Krippe mit grosser BUNTER (ganz wichtig hier) nervig piepsender Lichterkette. Die meisten stellen den Weihnachtsbaum (kuenstlich) auch schon Anfang Dezember auf. Am 21. Dezember (dem letzten Schultag) steht eine Weihnachtsfeier an, und wir kommen langsam in Stress: Da unsere beiden Theatergruppen ihr (gehasstes?!) Stueck auffuehren MUESSEN, brauchen sie natuerlich auch Kostueme. Wir haben noch keine und es bleibt nicht mehr viel Zeit. So koennt ihr euch vorstellen, mit was wir uns naechste Woche beschaeftigen. 
Noch zwei kurze Infos zu unseren weiteren Plaenen: An Heiligabend sind wir vorrausichtlich bei einem Lehrerpaar zuhause eingeladen (der Dicke, der mit Sarah auf einem Foto vom letzten Eintrag ist) und sind auch schon gespannt auf das weihnachtliche Tanzen und Treiben auf der Strasse (Fastnacht???). Am 26.12 steigen wir dann mal wieder ins Flugzeug und aaaaaaaaaaaaaaaaaab gehts in die kolumbianische Karibik, Stadt Santa Marta/Taganga, juhuuuuuu!!!!







eimerweise Regenwaldregen

wunderschoenes Hotelzimmer in Puyo - stolzer Preis aber lohnte sich:-D

Terrasse mit den GELIEBTEN Haengematten


Schaukel im "Affenzoo"





man bemerke den Affen in Sarahs Jaeckle... sooooo suess!


Jambelí - suesse Insel mit Karibikflair, ueberall Musik, Sand, Sonne,...

unsere private Lagune...

...die Hotelzimmer...