Jetzt sind wir schon (erst) eine Woche weg und schon wieder gibts einiges neues zu erzaehlen! Wie kanns auch anders sein, da hier eigentlich ALLES neu ist.
Jedenfalls haben wir jetzt unsere "Stundenplaene". Maddy wird sich mit den schuelern von der Schule in der wir wohnen rumschlagen und Sarah wird vor allem an der Grundschule (die auch zur "grossen" Schule gehoert, aber paar Meter weiter weg ist) rumwuseln und den Lehren Arbeit abnehmen. Maddy war dann doch leicht pikiert als sie Sarahs Stundenplan erblickte, der unegfaehr nur halb so voll war wie ihr eigener (lag daran dass Sarahs von der Grundschulleiterin erstellt wurde). Also schnurstracks zur Janeth gegangen und ne Beschwerde eingelget, Sarah weitere Stunden bei den "ganz grossen" in Englisch aufgehalst und gut war. Ausserdem sollen wir irgendwie circa 4 Theatergruppen aufziehen, wobei wir keine Ahnung von gar nichts haben und die Kinder teilweise nicht richtig lesen koennen. Aber irgendwie wirds schon hinhauen. Am Monatg gehts dann los. Mit der richtigen "Arbeit".
Waehrend dieser Stundenplanorganisation am Donnerstag machte Janeth dann noch komische Andeutungen von einem Protest der Polizei, allerdings dachten wir uns nichts Boeses. Sarah erlebte dann kurz darauf bei den Grundschullehreinnen, wie alle zum Telefon rannten und den Fernseher anschalteten und wie die Damen von "Staatsstreich" sprachen. Da machte sich dann leichte Beuruhigung breit. Als es dann schon dunkel war (also um 18 uhr) sind wir noch nach Riobamba mitm Bus gefahren um ins Internet zu gehen, kommunizieren mit euch da in der anderen Welt (und das ist nicht uebertrieben, ihr SEID in einer anderen, ordentlichen, friedlicheren, ruhigen, reichen Welt ohne Chaos, wobei wir gerade dieses Chaos hier anfangen zu lieben). und mal die Nachrichten von der politischen Situation hier auf deutsch verfolgen. Als wir dann informiert waren, wie es in Quito abging, Polizei gegen Militaer und Praesident, hatten wir zwar ein bisschen Angst, dass sich die Unruhen weiter ausbreiten, allerdings waren die Leute hier gelassen wie sonst auch. Am Morgen haben wir danna auch schon erfahren, dass das "politische Abenteuer" hier schon wieder vorbei war. Militaer hatte Polizei in ihre Schranken verwiesen und Praesident war wieder in seinem Haus. Nun gut.
Am Freitag morgen haben wir uns um 6:30 Uhr aus dem Bett gequaelt, weil Janeth uns offziell Lehrern und Schuelern vorstellen wollte, allerdings hat das dann wohl doch nicht hingehauen und Janeth war im Unterricht, wir beide standen dumm da. Also sind wir in unserem Dorf rumspaziert und haben die Umstande und Leute abgelichtet. Auf dem Weg zurueck zur Schule kamen uns dann auch ein Bleichgesicht und eine Dunkelhautige entgegen, (zwei Missionarinnen , eine davon aus Neuseeland, die schon laenger in Ecuador weilen), die uns schon von weitem lautstrak und hocherfreut begruessten. Wir wurden dann prompt nach Quito an die Uni dort eingeladen, zu der die beiden Frauen Connections haben bzw auch unterrichten und wo sich angeblich so viele tolle Deutsche aufhalten. Die Dunkelhaeutige, die so laut redete dass es das ganze Dorf mitkrigte, griff dann ploetzlich zum Handy und rief einen von den "tollen Deutschen" (he s so a nice German man) an der Uni an und druckete ploetzlich Sarah das Handy in die Hand. Also mal wieder eine deutsche Stimme gehoert, die uns naechste Woche in Quito erwartet (was wir aber nicht realisieren koennen, da Arbeit in der Schule).
Naja wir haben uns halb tot gelacht wegen den zwei und sind uns nicht sicher ob sie nicht eine an der Klatsche haben.
Am spaeten Vormittag fanden wir uns ploetzlich in einer unerwarteten Feier (wir wurden nicht infomiert, allerdings sagte Janeth als wir (eben zufaellig) da ankaman "Wir haben nur auf euch gewartet.") wieder. Da befanden sich alle Lehrer, wir, eine Spanierin (Elena, die ein Monat da war), 7 aeltere Schweizer (die Spenden aus der Heimat gebracht hatten) und noch einer schweiz-franzoesische Familie (die 3 Jahre hier bleiben wird und auch sozial im Zusammenhang mit der Schule taetig sein wird) in einem Raum und es wurde besagte Elena verabschiedet, wir und die Schweizer willkommen geheissen usw. Danach gabs ploetzlich ein riesen Mahl, Suppe, Reis mit fleisch und Gemuese, Quark und Erdbeeren und Kuchen. Krasserweise haben wir es tatsaechlich geschafft, alles in uns reinzustopfen.
Als die Sache ueberstanden war, machten wir kurz Pause und waren dann nachmittags wieder bei einer Feier (zur Verabschiedung der Elena, mit ein paar Lehren, von jung bis mittel-alt) und zwar im Kiosk vor dem Eingang der Schule. Dort wurde dann (nachmittags um 4) dafuer gesorgt, wir immer ein Schluck Bier im Glas hatten. Sie schafften es aber nicht, uns abzufuellen. War ja nur Bier hahah. Und eigentlich trinken wir ja gar kein Bier haha. Aber andere Situationen erforden bestimmte Massnahmen. Als naechstes ging es daran, mit zwei Autos nach Riobmaba rein zu fahren, in eine eine Bar, wo getanzt und Karaoke gesungen wird. Jedoch entsprach dieses Karaoke nicht dem leisen, vorsichtigen Singen wie mit Singstar sondern die Maenner wurden von ihrer Leidenschaft gepackt und zeigten eindeutig was ihr Stimmorgan so hergeben kann ( denn zuvor erschienen uns die Ecuatorianer schon fast ruhig). Dort haben wir uns dann bis 10 aufgehalten (uns kam es mal wieder vor wie 5 uhr morgens, wir sind immer so fertig) udn Sarah hat jetzt Muskelkater vom Arschwackel-Tanz.
Heute ist Samstag, wir sind mal wieder wortwoertlich auf den Bus aufgesprungen (irgendwo aufspringen ist ueblicher als zu einer bestimmten Uhrzeit gemaechlich einsteigen) und nach Riobamba City gefahren, wo wir uns erst mal von zei kleinen suessen Jungs die Schuhe haben putzen lassen (gut, Maddys wurden nicht geputzt sondern weiss angemalt, weil sie sich mit Stoff-Chuck's nicht so auskennen wie mit Lederschuhen). Jetzt sind wir schon fast zwei Stunden im Internetcafe (die einen skypen, andere schreiben Blog) und muessen dann noch einkaufen (Essen und was man sonst daheim eher von der Mama einkaufen laesst, wie zb Kuechenrolle). Morgen frueh nimmt uns eine von den jungen Lehrerinnen mit auf ein Fest, in der Naehe wo sie wohnt. Da gibts sicher wieder einiges zu staunen.
Bis bald, alles Liebe an die Heimat!
| Esszimmer - Comedor |
| Lieblingsvulkan Chimborazo - Volcan estimat Chimborazo |
| Weiterfuehrende Schule - Institut |
| Sarahs Kampffeld - Primaria (on lluita Sarah contra els nens) |
| Yaruquies |
| Chimborazo |
Hey Madeleine und Sarah
AntwortenLöschenViiiiiielen Dank für die Fotos!
Das Bild mit der alten Frau und der Kuh ist richtig klasse! Gute Bildaufteilung :-)
Liebi Grüess
Hubert
Wow Mads, es veu un poblet super petitet! Ja penjaràs més fotos! =D
AntwortenLöschenMarina
hey Meni!
AntwortenLöschenSi es petit... Pero no tan petit com Niederdossenbach jajaja!
Ja penjare mes fotos el divendre o el cap de setmana, es que m'ho he oblidat avui!
eieieie ja estic oblidant el catala, vaja!
Petons!!!!!!!!!!
Hi Hubert!!!
Danke, so ein Kompliment nehme ich gerne entgegen:-)
Hoffentlich gelingen mir noch ein paar mehr.
Liebe Gruesse an dich und Eva!!!
Madeleine