Samstag, 8. Januar 2011

Zurueck aus der Karibik!

Sooo, die Ferien sind rum, der Alltag hat uns mal wieder und wir sehnen uns an die kolumbianische Kueste und nach Santa Marta zurueck, wo wir wirklich eine coole Woche verbracht hatten, auch wenn einige Startschwierigkeiten und Komplikationen vorhanden waren. Und zwar haben wir in der Woche vor dem geplanten Abflug am 26.12 erfahren, dass sich bei unserem Hinflug was geandert hatte, und zwar sollten unsere Fluege von Quito nach Bogota und von Bogota nach Santa Marta ploetzlich zur selben Uhrzeit abgehen. Hoechst alarmiert haben wir dann (eigentlich eher Maddy) versucht, bei der Airline per Mail und Telefon zu erreichen, dass sie uns einen der Fluege verschieben. Dummerweise war nie jemand in der Leitung, der uns tatsaechlich helfen konnte, immer wurde man weitergereicht, musste warten, alles ohne Erfolg. Wir haben ziemliches Geld in der Telefonkabine gelassen, fuer nichts und wieder nichts, es war zum Verzweifeln. Schliesslich kams dann so raus, dass wir vor lauer Aerger einen neuen Hinflug gekauft haben, weil wir sonst wahrscheinlich gar nicht hingekommen waeren und wir hatten uns doch so drauf gefreut. Das mit dem neuen Hinflug hat dann auch geklappt, wir kamen an, am Flughafen Santa Marta direkt am Meer, die Klamotten haben sofort anzufangen zu kleben, weil heiss da oben. Mit dem Buesschen sind wir dann Richtung unseres Turi-Dorfs (da war schon fast eine nervige Ansammlung von Amis und Alemannen) Taganga gefahren und haben den Berg zu unserem sehr schoenen Hotel erklommen. Am Nachmittag hatten wir dann noch einen kleinen Schock, als ploetzlich Petrus die Himmelspforten geoeffnet hatte und ganz schoene Fluten runterkamen. Als wir dann auf Nachfragen erfahren haben, dass es in letzter Zeit jeden Tag so war, kam schon fast der Frust. (Der ein oder andere hat vielleicht von dem Regenproblem und den Ueberschwemmungen in Kolumbien gehoert, es haette eigentlich schon lange nicht mehr regnen duerfen, war aber so :-( ). Gott sei Dank hatten wir aber auch mal wieder Glueck, und es scheint wirklich der letzte Tag mit solchen Regenguessen gewesen zu sein, jedenfalls hatten wir ab dem folgenden Tag kein Wetterproblem mehr, waren sogar eher froh wenn mal drei Troepfchen runterkamen, waehrend wir bruetend am Strand lagen. Das Panorama am Strand sah folgendermassen aus: kein weisser Sand ohne Muell, wolkenloser Himmel, tuerkises Wasser, satte gruene Berge die sich aus dem Meer erheben und ueber denen Gewitterwolken haengen, links und rechts verschiedenste Leute: hell, dunkel, ganz dunkel, viele Rastas (Kifferdorf voll mit Marihuanarauchern aber nicht nur die Rastamenschen kiffen) und Strandverkaeufer. Die meisten Tage haben wir es uns also am Strand gemuetlich gemacht und einen kalten, frischen Fruchtsaft geschluerft. Eines Tages durften wir im Hotel eine kolumbianisch-oesterreichische Familie kennenlernen, die uns sofort mit anderen deutschen Volontaeren bekannt machte (wir liessen keine Begeisterungsschreie). Es war aber nicht so, dass wir nur neue Leute kennenlernten, man traf auch auch allzu bekannte Gesichter, zum Beispiel auf das eines Daniel Scheubners aus Rippolingen. Der Gute (der ja auch in Suedamerika rumtourt) tauchte einfach eines abends in unserem Hotel auf, nur weil er gehoert hatte, das da "was los" sein soll. Das war schon eine ziemliche Ueberraschung und ein mega Zufall. Er hat uns dann auch gleich ueber die Partymoeglichkeiten vor Ort aufgeklaert, aber da wir seine Leidenschaft fuer Drum  n' Bass nicht teilen, gingen wir dann doch eher getrennte Wege. Mit den Voluntaeren und anderen Deutschen machten wir dann mal richtig auf Touri und durchwanderten am 31.12. den Tayrona Nationalpark in einer grossen Gruppe von hellhaeutigen Menschen. War sauanstrengend und der eine oder andere beschwerte sich schonmal leicht quengelig ("so, jetzt reichts aber langsam mit laufen. Ich will endlich ankommen!"). Nach ca. 2 1/2 Stunden Marsch durch den Regenwald, was doch ueberwiegend eine ziemlich grosse Herausforderung war, wegen dem Regen war naemlich nirggendswo mehr fester Bodern sondern nur noch Matsch, und es ging teilweise voll bergauf, bergab, ueber Steine usw, ein Wunder dass es keinen auf die Nase legte, kamen wir dann am Strand an, und - das koennt ihr uns glauben- die Enttaeuschung war gross als man dort dann nicht mal baden durfte, zu starke Stroemungen. Aber der Strand war wunderschoen wie man auf den Bildern erkennen kann. Wir zwei gingen dann auch schon bald ohne die grosse Mannschaft zurueck weil wir erstens genug von den anderen erfahren hatten und zweitens Silvester nicht aufgrund von zu grosser Muedigkeit komplett verpennen wollten. Also im Eilschritt zurueck (sie haetten uns ja einholen koennen :-D) und im Hotel erst mal ins Bett gehauen. Vom Abend versprachen wir uns nicht viel und gingen einfach so los. Nach einem feinen Kaffee trauten wir uns in die Disko mit den Kolumbianern (es kam uns naemlich fast vor wie Rassentrennung, da alle Auslaender in einer anderen Disko mit Europa-Ambiente waren) wo wir uns aber erst gar nicht wohlfuehlten und dann auch kurz in die andere schauten. Da wars aber auch nicht berauschend, also wieder zurueck. Nachdem uns alle Dorfbewohner begutachtet hatten und ein alter Mann (haette gut ein Stammesfuehrer in einem Regenwaldvolk sein haette koennen) und bequatscht (und kurz mit uns getanzt :-O ) hatte kriegten wir noch etwas juengere, aber sehr begabte Taenzer ab und schwangen unsere Hueften zu Salsa, Merengue, Bachata und Reggaetonrhythmen. Am Abend vor Madeleines Gebbi statteten wir diesem Tanzschuppen nochmal einen Besuch ab und tagsueber lagen wir an einem suessen Fischerstrand.
Der dritte Januar hatte dann tatsaechlich noch eine groessere Ueberraschung fuer uns bereit. Sarah hat zurecht befuerchtet, dass unser Rueckflug gestrichen wird weil wir mit einer anderen Airline nach Santa Marta geflogen waren, also beschwerten wir uns am Flughafen in S.M. einige Tage zuvor bei einer (zum Glueck netten) Copaair-Angestellten und Maddy stand angesichts der erneuten Telefonate kurz vor einem Nervenzusammenbruch aber wir bekamen dann einen neuen Flug ohne weitere Kosten, allerdings von Barranquilla aus. Als wir nichts ahnend auscheckten erfuhren wir dass uns jemand von Copaair abholen wuerde und so fuhren wir in einem klimatisierten Taxi von der Hoteltuer bis zum Check-In des Flughafens anstatt drei Mal umzusteigen und in den Minibussen eingequetscht zu schwitzen.
Dieses Wochenende sind wir mal wieder in Riobamba, der kalten "Heimat" und erwarten die Ankunft einer weiteren deutschen Freiwilligen namens Julia. Dann haben wir eine dreier WG, mal sehen wie das wird. Wenn sie nett ist, kriegt sie sogar ganz viele gute Tips von uns, die wir uns schweeeeeeeeer erarbeitet haben:-D
Bis bald!!

Hotel "La Casa de Felipe"

Aussicht vom Hotel

an Haengematten fehlte es nicht!

der "Haus-Strand"


Strand "Playa-Grande"





Hotelterasse

Parque Nacional Tayrona

mit den Landsleuten





die Fluten im Park

nicht faehig gleichzeitig zu laufen und Eis zu essen











Emily (Mutter Kolumbianerin, Vater Oesti)

auf der Flucht


1 Kommentar:

  1. Les fotos són una passada, Maddie!! =O M'entren ganes d'anar-hi, allà! =)

    AntwortenLöschen